Schwanger?

Die Schwangerschaft ist eine spannende Zeit für die Eltern. Gerade in den ersten Wochen arbeitet der Köper auf Hochtouren. Äußerlich ist die Schwangerschaft noch nicht sichtbar doch der gesamte Organismus der Frau passt sich in kürzester Zeit an die neuen Umständen an. Um die notwendigen Nährstoffe für die Bildung des Mutterkuchens zu gewährleisten erhöht sich der Stoffwechsel der Frau um 20%, die wachsende Gebärmutter drückt auf die Blase, weshalb viele Frauen häufiger zur Toilette müssen, die Brüste werden größer und sehr berührungsempfindlich. Auch die Hormonverhältnisse im Körper ändern sich. Diese wirken sich nicht nur körperlich, sondern auch emotional aus, was zu Stimmungsumschwüngen führen kann.

Ist die Schwangerschaft schon etwas weiter fortgeschritten, fühlen sich viele Frauen wohler und gesünder. Häufig ist ab diesem Zeitpunkt die Übelkeit zu Ende und die Energie kehrt zurück. Außerdem kann man nun zum ersten Mal beim Ultraschall das Kind sehen und oft können die Eltern schon ein erstes „Bild“ ihres Babys mit nach Hause nehmen.

In der 17. Bis 24. Schwangerschaftswoche wird der Babybauch deutlich sichtbar und die Mutter spürt zum ersten Mal die Bewegungen ihres Kindes. Auch das Geschlecht kann nun mit ein bisschen Glück vom Frauenarzt festgestellt werden. Wenn in diesen Wochen Schwangerschaftsbeschwerden auftreten, werden sie fast immer vom wachsenden Bauchumfang und dem Druck des Kindes auf die inneren Organe verursacht.

Ungefähr ab der 25. Schwangerschaftswoche bereitet sich der Körper allmählich auf die Geburt vor. In dieser Zeit können bereits erste Wehen entstehen. Diese „Übungswehen“ sind schmerzlos und noch unregelmäßig und gehen oft mit Beschwerden wie Rückenschmerzen, Kurzatmigkeit oder Brustspannen einher. Dies zeigt dem Körper, dass er nun vermehrt Ruhe benötigt und die Geburt allmählich näher rückt. Bei Ängsten und Unsicherheiten können Gespräche mit Hebammen und Ärzten oder auch ein Geburtsvorbereitungskurs helfen.

Im neunten Schwangerschaftsmonat wächst der Bauchumfang noch einmal deutlich und die Vorsorge findet nun alle zwei Wochen statt. Das Kind wird schwerer und die Gebärmutter senkt sich ab wodurch der werdenden Mutter das Atmen wieder deutlich erleichtert wird. Durch den großen Bauch fällt das Sitzen und Schlafen allerdings zunehmend schwer und viele Frauen warten ungeduldig auf erste Anzeichen der Geburt. Jetzt können finale Vorbereitungen getroffen werden, zum Beispiel das Packen der Kliniktasche.

Häufig sind Frauen in der letzten Zeit vor der Geburt verunsichert ob es sich um Wehen oder lediglich Übungswehen handelt. Ein warmes Bad kann fast immer Klarheit bringen: Geburtswehen verstärken sich im warmen Wasser, Übungswehen lassen nach kurzer Zeit nach. Wenn die Wehen mindestens eine Minute lang dauern und sich alle 5-10 Min. wiederholen, ist es ratsam sich auf den Weg ins Krankenhaus zu machen.

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